3 Gedanken zu „SE 212: Ungarn, Budapest

  1. Und, auch noch U-Bahn gefahren?
    Ich finde einige Bahnhöfe hatten echt hübsche Architektur.
    Ich war vor ein paar Jahren auch in Budapest (als Start der Reise) und bin dann mit Bahn auch über Bratislava nach Wien. (Prag war ich ein andermal).
    Bratislava ist echt in kurzer Reichweite zu Wien, was tagsüber massig Tagestouristen und viele Busse bedeutet, und abends ist man wieder unter sich. Ich fand es nicht sooo schlimm, aber ja, viele Tage kann man da nicht verbringen. Die Brücke mit dem Ufo war auch lustig.

    FunFact: In der Serie Roseanne der 90er in der letzten Staffel (wo sie abgedreht sind und mal andere lustige Sachen machen wollten, also vor der neuen Staffel jetzt), gab es eine Folge mit einem “Prinzen aus Moldavien”. Immer wenn von Moldavien die Rede war, wurde die Bratislava-Aussicht vom Burgberg zur dominanten Kirche/Kloster vorher eingeblendet. Aber das merkt ein Amerikaner eh nicht, ist eh alles Ostblock. 😉

    • Ja, ich bin noch gefahren … schönes dabei! Auch die neuen Stationen aus diesem Jahrhundert können sich sehen lassen. Insgesamt hat mir Budapest wirklich viel Spaß gemacht, Bratislava allerdings gar nicht.

  2. Renaissance-Bauten in Budapest? Würde mich überraschen, aber es ist ja nichts unmöglich. Trotzdem habe ich leider mal wieder Blutdruck gekriegt, als ihr an den Klippen der Baustilzuordnung zerschellt seid. Der halbherzige Versuch um diese Klippen rumzulavieren, hat es nicht besser gemacht 😛

    Generell würde ich mir aber wünschen, dass ihr Baustile nicht “erfühlt” sondern Euch wenigstens die Basis-Stile draufschafft. Das hat nicht mit penälerhaftem Durchdeklinieren zu tun. Jeder Journalist schafft sich vor dem Schreiben eines Artiekels ein “Wortfeld” drauf, mit den wichtigsten Fachbegriffen um Dinge vernünftig beschreiben und einordnen zu können. Ich vermute, ich bin nicht der einzige Hörer, der sich sofort was unter “barockem Baustil” vorstellen kann, und ihr wollt ja gerade, dass Euer Podcast Bilder im Kopf macht.

    Ist auch gar nicht so schwer, so viele relevante Baustile gibt es in Kontinentaleuropa nicht:

    Romanik: Runde Bögen. DAS hat sich Cornelis schon gemerkt. 11.-13. Jahrhundert.

    Gotik: Das mit den spitzen Bögen. Alles ist nach oben in die Länge gezogen. Merkhilfe: Das ist so, weil es Gott zustrebt. 12.-15. Jahrhundert.

    Renaissance: 15./16. Jahrhundert, Symetrie als Idealbild, alles sieht aus wie im alten Rom. Gibt´s ordentlich nur in Italien, im Rest von Europa sieht alles krass unteschiedlich aus.

    Barock in Kontinentaleuropa: Überall Schnörkel und Zuckerguß, fette Putten ziepen sich gegenseitig an den Geschlechtsteilen. 16./17. Jahrhundert

    Rokoko: Noch mehr Zuckerguß, weniger fette Kinder.

    Klassizismus: Alles sieht aus von aussen aus wie im alten Griechenland, im Inneren ist es mit Biedermeier-Krempel vollgestellt. 18./19. Jahrhundert.

    Historismus: Architekten kupfern aus früheren Perioden ab und nennen das Vornehm ” Neoromanik, Neogotik, Neorenaissance und der Neobarock”. Am Ende ist ein paar langweilig und sie machen was neues, den Jugendstil. 19./20. Jahrhundert.

    Moderne und Postmoderne: Bauhaus und alles mit allem, bis heute.

    Also, in der Reihenfolge: Runde Bögen, spitze Bögen, Gibt´s nicht, fette Engel, Zuckerguß, Griechenland, Jugendstil, alles mit allem.

    Und jetzt würde ich mir wünschen, dass ihr keine alternativen Fakten mehr aufmacht oder Baustile “erfühlt”, sondern Eure Eindrücke gleichberechtigt neben eine korrekte Benennung setzt 🙂

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