SE 35: Italien, Cavallino-Treporti, Camping mit Kindern

Helge ist im Urlaub in Italien, Campen mit Kindern und Cornelis ist in Escherode bei Kassel, Campen mit Programmierern. Es geht dabei um familientaugliche  Urlaubskonzepte, WLAN am Strand und die Rettung Venedigs.

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8 Gedanken zu „SE 35: Italien, Cavallino-Treporti, Camping mit Kindern

  1. Pingback: Vorhersage Donnerstag, 06.09.2012 | die Hörsuppe

  2. Schöne Sendung!
    Helge, hast Du einen Tip bzgl. Datenkarte für Italien und MiFi?

    Widersprechen muss ich Euch allerdings in Bezug auf Venedig. Ja, wenn man zur Ferienzeit direkt an den Sehenswürdigkeiten der Stadt rumhängt, wirkt das ganze sehr artifiziell. Daraus aber vehement abzuleiten die „Stadt sei tot“, und dies voller Verachtung zu wiederholt zu proklamieren ist bestenfalls ignorant. Venedig lebt, und zwar sehr. Ich hatte sehr viel Zeit mich zu jeder Tageszeit in jedem Stadtviertel rumzutreiben. Das wirkliche, lebendige Venedig fängt meist schon eine Querstrasse abseits der ausgetrampelten Touripfade die sich wie Arterien durch die Stadt ziehen an. Ab 11 Uhr gibt es Arterienverstopfung, dann kommen die Touribusse. Aber sobald es dunkel wird, gehört Venedig wieder den Venezianern – inkl. den kleinen Osterien mit dem geilen Essen, wo es das Menü noch für 12 Euro gibt. Das alles findet sich schon, und man muss nicht mal danach suchen, nur ein paar Schritte von der Touriverarsche weggehen. Das ist kein Disneyland, da leben noch 60.000 Menschen.

    Das „Mose-Projekt“ als „Mauer, die hochklappt“ zu bezeichnen, macht u.U. verkehrte Bilder in den Köpfen der Hörer. „Sperrwerk“ ist evtl. die bessere Bezeichnung. Das Ding ist nicht nur ein unfassbares Riesenprojekt, es ist zudem vermutlich für die Lagune sehr gefährlich. Wenn wir von Venedig sprechen, denken wir an die Insel. Aber das ist nur die Altstadt. Die Neustadt liegt auf dem Festland, und ist geprägt von petrochemischer Industrie. Hunderte Tonnen giftiger Abwässer fliessen Tag für Tag ungeklärt in die Lagune. Wenn Mose die Lagune vom Meer trennt, kommt von dort kein Frischwasser mehr rein, und der See vergiftet sehr schnell. Tut er jetzt schon: Im Norden, in Bereichen wo keine ausreichende Strömung vorhanden ist, heisst es: Laguna morte, tote Lagune.

    • Ihre Hoheit der Silencer,
      vielen Dank für die tolle Kritik!
      Tip für SIM in Italien. In den nächsten TIM Shop gehen und für 25€ eine TIM Prepaid kaufen. 1GB Traffic für einen Monat. Hier http://www.messaxio.com/index-prepaid-sim-card-italien.php gibt es die Möglichkeit sich alles einrichten zu lassen und die SIM kommt bereits vor dem Urlaub nach Deutschland in 3-5 Tagen via Post.
      Was den Mifi betrifft: Amazon oder Schweinemarkt nichts spezifisches.

      gez. Einer ihrer Untertanen

  3. Alles klar, besten Dank! Ich hatte mich auf einen Huawei eingeschossen, mal sehen ob es einer wird. Nachdem ich im letzten Urlaub für zweimal Mails abrufen und einmal GMaps-Ortung 50 Euro bezahlen durfte, nehme ich das nächste Mal auf jeden Fall einen Hotspot mit.
    (Ach ja, die Auswalzung dieses „Eure Hoheit“-Gags war schon durch die Wikigeeks nicht mehr lustig und wird bei fortgesetztem Recycling mit Liebesentzug bestraft.)

  4. Jetzt muss ich aber mal etwas geradebiegen. In dieser Folge bringt ihr Wildcampen mit wildem OffroaderJetzt muss ich aber mal etwas geradebiegen. In dieser Folge bringt ihr Wildcampen mit wüstem Offroader-Gehabe in Verbindung.

    Das ist Unsinn.

    Ich kenne viele Wildcamper, darunter auch einige mit 4×4. Niemand von denen benimmt sich wie die sprichwörtliche Axt im Walde und „fährt alles platt“. Es mag wie immer Einzelne geben, die ein schlechtes Beispiel sind. Aber das so pauschal zu sagen geht mir zu weit.

    Wildcampen bedeutet lediglich, dass ausserhalb institutionalisierter Touristikstrukturen gecampt wird. In gewissen Rahmenbedingungen ist das in Deutschland sogar gestattet, in Skandinavien und Schottland gilt sogar das Jedermannsrecht. Wo legal geparkt werden kann, darf man eine Nacht verbringen. Und da sind wir beim Punkt: Es werden in der Regel Parkplätze genutzt. Da gibt es viele Facetten: Manche nutzen die Parkplätze von großen Supermärkten und haben am nächsten Morgen eine Einkaufsmöglichkeit und eine Toilette. Andere sind lieber in Innenstädten und suchen sich dort eine Stelle. Wir bevorzugen Wanderparkplätze. Nachts ist es ruhig und die sind oft schön gelegen.

    Die 4×4-Fahrer nutzen die Fähigkeiten ihrer Fahrzeuge im Wesentlichen in Ländern, wo die Wegstrecke schlecht und viele reguläre Straßen ungeteert sind. Auf unserer letzten Tour habe ich mir oft einen Allradantrieb gewünscht, allein schon wegen der Bodenfreiheit.

  5. Grundsätzlich fand ich diesen Double-Ender schön. Ich bin zwar nicht der Campingplatz Typ, kann aber die Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Mit Kind macht ein so abgeschlossener Platz so echt Sinn.
    Auch das andere Ende, Escherode fand ich sehr interessant.

    Wildcampen hab ich selbst sehr lange gemacht. Aber immer mit dem Fahrrad und das ist dann wohl nochmal eine ganz andere Qualität. Als Radfahrer hat/hatte man ein bisschen mehr Narrenfreiheit als wenn man mit dem Auto oder Camper durch die Gegend fährt, glaube ich.

    LG Dalaimoc

  6. Hihi, diese Folge lag schon lange auf dem Telefon, und gestern in der Nachtschicht kam sie dann endlich mal dran.

    ja, Camping in Skandinavien ist schon was anderes … wir waren im Sommer 2012 2,5 Wochen dort im Caddy Tramper unterwegs, und standen nur 3 Nächte auf offiziellen Campingplätzen. Die restlichen Nächte suchten wir uns eine ruhige Ecke am See oder am Meer, es wurde gegrillt, Lagerfeuerchen gemacht, und statt der morgendlichen Dusche stürzte man sich ins Wasser. (Und da eh niemand im Umkreis von 5km unterwegs war, ruhig auch ohne Badezeugs 😉

    Auf dem Rückweg nach Braunschweig hielten wir dann noch kurz in Hamburg, um nochmal abendlich über die Reeperbahn zu bummeln.
    Als sich sich aber auf einmal riesige Menschenmassen gen Hafen aufmachten, reihten wir uns einfach ein und so konnten wir exakt jene Cruise Days mal live anschauen – ohne dass wir vorher davon gewusst hätten. Zufälle gibts 😉

    Weiter so, ihr beiden!

  7. Pingback: SE 112: Zehdenick, Ziegeleipark Mildenberg, CCCamp | Schöne Ecken

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